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Waschbären im Vormarsch: So schützen Sie Haus, Garten und Mülltonne

Mit ihren dunklen Knopfaugen, dem buschigen Schwanz und der typischen „Gesichtsmaske“ wirken Waschbären auf den ersten Blick eher wie neugierige Gesellen aus einem Kinderbuch. Doch hinter der niedlichen Fassade steckt ein hochangepasster, invasiver Raubsäuger – mit teils drastischen Folgen für unsere heimische Tierwelt.

Ein Neubürger mit Geschichte

Waschbären stammen ursprünglich aus Nordamerika. In Deutschland wurden sie erstmals 1934 am Edersee in Hessen angesiedelt. Ziel war es, eine kleine Population für die Pelzgewinnung aufzubauen – mit nachhaltigen Folgen. Einige Tiere entkamen oder wurden später gezielt freigesetzt. Seitdem haben sie sich rasant ausgebreitet – sowohl in ländlichen Regionen als auch in Städten. In Orten wie Kassel leben inzwischen mehr als 100 Waschbären pro 100 Hektar – das entspricht einem Tier pro Fußballfeld und zählt zu den höchsten Raubtierdichten Europas.

Die starke Vermehrung und die schnelle Ausbreitung in neue Gebiete, insbesondere nach jagdlichen Eingriffen, machen Waschbären zu einer echten Herausforderung. Aus diesem Grund gelten sie innerhalb der EU offiziell als invasive Art – also als Tierart, die sich in einem fremden Ökosystem etabliert hat und dort Schäden anrichtet.

Allein im Jagdjahr 2023/24 wurden in Deutschland über 236.800 Waschbären erlegt. Dennoch bleibt die Population auf einem stabil hohen Niveau. Denn Waschbären sind äußerst anpassungsfähig, finden vielerorts genug Nahrung – und haben so gut wie keine natürlichen Feinde.

Gefahr für heimische Arten

Waschbären sind Allesfresser und gehen dabei nicht wählerisch vor: Sie plündern Nester, fressen Eier und Jungtiere und machen auch vor geschützten Arten nicht Halt. Besonders betroffen sind boden- und höhlenbrütende Vögel, Amphibien sowie Fledermäuse. Fachleute beobachten einen deutlichen Rückgang sensibler Arten in Regionen mit hoher Waschbärdichte. Die Auswirkungen auf die heimische Biodiversität sind vielerorts dramatisch.

Auch in der Stadt längst heimisch

Waschbären fühlen sich nicht nur in Wäldern wohl. Städte bieten ihnen eine ideale Umgebung: geschützte Rückzugsorte, kaum Fressfeinde und ein reichhaltiges Nahrungsangebot – oft direkt vor unserer Haustür. Ob Mülltonne, Kompost oder Tierfutter auf der Terrasse: Der Waschbär weiß genau, wo er sich bedienen kann.

Ist er erst einmal fündig geworden, kommt er zuverlässig wieder. Deshalb ist es wichtig, ihm von Anfang an keine Einladung zu bieten.

Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie vermeiden, dass Waschbären sich dauerhaft ansiedeln oder immer wieder zurückkehren:

  • Mülltonnen stets fest verschließen und regelmäßig reinigen. Offene Tonnen sind eine Einladung.

  • Keine Tiernahrung draußen stehen lassen – auch nicht über Nacht.

  • Gelbe Säcke erst am Abholtag rausstellen.

  • Kompost abdecken und keine gekochten Speisereste einwerfen.

  • Rank- und Kletterpflanzen an Hauswänden vermeiden, sie dienen als Aufstiegshilfe zu Dächern und Dachböden.

  • Regelmäßig das Dach kontrollieren: verschobene Ziegel oder Öffnungen sofort abdichten.

  • Keine Lagerung von Unrat im Garten oder auf dem Balkon – Baumaterial, Sperrmüll oder verlassene Gartenhäuser werden schnell zur Schlafhöhle.

  • Zugänge zu Kaminschächten und Dachluken sichern.
Zwei Waschbären auf schwarzer Mülltonne vor einem Haus

Waschbären bevorzugen hochwertige Nahrung: Fleisch, Fisch, Brot, Obst oder Milchprodukte stehen ganz oben auf dem Speiseplan. Gartenabfälle dagegen interessieren sie wenig. Daher gilt: Je konsequenter Essensreste gesichert werden, desto weniger attraktiv ist der Lebensraum für die cleveren Eindringlinge.

Was Sie auf keinen Fall tun sollten

So ärgerlich tierische Besucher auch sind – bitte werden Sie nicht selbst aktiv. Waschbären dürfen in den meisten Bundesländern nur mit Jagdschein und außerhalb der Schonzeit eingefangen oder getötet werden.

Auch das Hetzen mit dem Hund ist keine Lösung – im Gegenteil: Waschbären können beißen, wenn sie sich bedroht fühlen, und dabei gefährliche Krankheiten wie Tollwut oder den Waschbärspulwurm übertragen.

Besondere Vorsicht gilt beim Kot: Er sollte nur mit Handschuhen entfernt und sicher entsorgt werden, da auch hier Ansteckungsgefahr besteht.

Wenn sich ein Waschbär auf Ihrem Grundstück eingenistet hat, wenden Sie sich am besten an die örtliche Jägerschaft oder zuständige Behörde. Diese wissen, was erlaubt ist – und wie man die Tiere fachgerecht entfernt.

Praktische Lösung: Mülltonnen sicher verstauen – mit den Boxen von Metzler

Ein entscheidender Schritt, um Waschbären fernzuhalten, ist eine sichere und geschlossene Lagerung von Mülltonnen. Genau hier setzen die Mülltonnenboxen von Metzler an: Sie schützen Ihre Abfallbehälter zuverlässig vor tierischen Besuchern – sei es im Garten, in der Einfahrt oder direkt neben dem Haus.

Unsere Boxen:

  • verhindern das Umwerfen oder Aufhebeln von Tonnen,
  • schirmen Gerüche ab,
  • und erschweren Waschbären den Zugang zu wertvollen Speiseresten deutlich.

Dank robuster Materialien wie Edelstahl, pulverbeschichtetem Stahl oder Aluminium sind sie wetterfest, langlebig und optisch ansprechend. So verbinden Sie Schutz und Ordnung mit einem hochwertigen Design, das sich harmonisch in die Umgebung einfügt.

Wer häufig mit Waschbären oder anderen Tieren wie Mardern oder Füchsen zu tun hat, sollte Mülltonnen nicht nur verschließen, sondern dauerhaft in einer stabilen Mülltonnenverkleidung unterbringen.

Waschbären im Vormarsch: So schützen Sie Haus, Garten und Mülltonne - Waschbären im Vormarsch: Schutz für Haus, Garten & Mülltonne | Metzler

Quelle:

https://www.ndr.de/ratgeber/Waschbaeren-aus-Haus-und-Garten-vertreiben,waschbaeren140.html

https://www.mdr.de/wissen/umwelt-klima/waschbaeren-breiten-sich-weiter-in-deutschland-aus-100.html

https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/waschbaeren-studie-zeigt-ausbreitungsmuster-in-deutschland-und-europa/

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