Edelstahl und was Sie beachten müssen

17.07.2018 08:24

Man kennt diesen Stahl auch unter anderen Namen wie:

  • Edelstahl rostfrei, allgemein auch nur Edelstahl genannt
  • Inox (vom französischen inoxydable gebildet, was so viel bedeutet wie ?nicht oxidierbar? oder ?rostfrei?)
  • Cromargan, Handelsname von WMF
  • Nirosta, Markenname der Outokumpu Nirosta (ehemals ThyssenKrupp Nirosta) wird selten auch Nieroster oder Niroster geschrieben, oder kurz Niro.
  • Remanit, Markenname der Edelstahl Witten-Krefeld. Remanit wird auch als Material für Kunstwerke im öffentlichen Raum verwendet.
  • VA-Stahl

Die Rostfreien Stähle zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • erhöhte Beständigkeit gegen Korrosion und Säuren
  • hohe Zähigkeit und damit schlechte Zerspanbarkeit (zum Beispiel beim Bohren, Drehen)
  • schlechte Wärmeleitfähigkeit
  • schlechte elektrische Leitfähigkeit
  • Somit ist V2A- und V4A-Edelstahl perfekt für den Außeneinsatz geeignet und die erste Wahl, wenn es um Klingelschilder, Briefkästen oder Hausnummern geht.

    V2A Edelstahl

    Stahl mit der Bezeichnung V2A wird häufig für alle Arten von Produkten verwendet z.B. für Töpfe, Essbesteck oder Spülbecken. Die Legierung ist äußerst Zäh und widerstandsfähig. Der Werkstoff ist nicht beständig in Gegenwart chlorhaltiger Medien wie beispielsweise Salzwasser oder in chlorhaltiger Atmosphäre. Wenn Sie in einem Gebiet mit erhöhtem Salzgehalt in der Luft leben (In einer Hafenstadt oder Küstenregion) empfehlen wir ein Produkt aus V4A-Edelstahl.

    V4A Edelstahl

    Bei Edelstahl mit der Bezeichnung V4A handelt es sich um Stahl mit Molybdänzusatz. Dieser Zusatz macht den Stahl widerstandsfähiger gegen Korrosion durch Chlorid haltige Medien (Salzwasser, Schwimmbäder, chemische Industrie etc.). Wenn Sie beispielsweise in einer Hafenstadt oder Küstenregion leben lohnt es sich auf Produkte aus V4A-Edelstahl zu setzen da der Salzgehalt in der Luft in diesen Gebieten deutlich erhöht ist.

    Edelstahl richtig reinigen

    Fingerspuren lassen sich mit einem feuchten Lappen leicht entfernen. Bei Bedarf kann man mit etwas fettlösendem Spülmittel nachhelfen. "Bewährt haben sich auch leicht angefeuchtete Mikrofasertücher", rät die Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER), in der sich Hersteller und Händler zusammengeschlossen haben. Viele Mikrofasertücher kann man sogar in der Waschmaschine reinigen. Bei gebürstetem Edelstahl. Das Material wird während des Herstellungsprozesses geschliffen, wodurch die von vielen Menschen geschätzte matte Oberfläche entsteht. Beim Saubermachen sollte man gebürstetes Edelstahl nie quer zur Schliffrichtung abwischen, um diesen optischen Effekt nicht dauerhaft zu ruinieren.

    Spezielle Edelstahl-Pflege baut einen Schutzfilm gegen Flecken auf

    Mit der richtigen Pflege allerdings kann man seine Edelstahl-Oberflächen auch dauerhaft in Schuss halten. Der Handel bietet zum Beispiel Sprays und Cremes an, die speziell für die Edelstahl-Pflege entwickelt wurden. Sie überziehen das Edelstahl mit einer mikroskopisch dünnen Schutzschicht, die auch beim Putzen mit normalen Reinigern erhalten bleibt und präventiv gegen neue Verschmutzungen wirkt. In der Folge bleiben beispielsweise keine Fingerabrücke mehr auf dem Edelstahl zurück, wenn man es anfasst. Auch Kalk hat erst einmal keine Chance mehr. Je nach Nutzungsintensität bleibt die Schutzschicht einige Tage oder auch mehrere Wochen erhalten und kann mit Alkohol entfernt werden.